1/9 Gegenwärtige Migrations- und Fluchtgeschichte ist untrennbar von kolonialen Kontinuitäten. Diese reproduzieren die unglaubliche Ungleichheit, die der Kolonialismus geschaffen hat.

2/9 Die Kolonialgeschichte wird bis heute nicht ausreichend benannt & anerkannt. Das verunmöglicht eine Auseinandersetzung mit den Auswirkungen auf die Gegenwart. Um zu verstehen, wieso die Bewegungsfreiheit vieler brutal unterdrückt wird, braucht es diese Auseinandersetzung.

3/9 Der Kolonialismus beinhaltete die Besetzung von fremden Gebieten, die Unterdrückung der dort Lebenden, die Maafa (die Ermordung und Versklavung unzähliger Afrikaner*innen), und die Bereicherung durch die Ressourcen und Arbeit der Menschen vor Ort.

4/9 Um diese unmenschlichen Taten für sich zu legitimieren, brauchte es das Glaubenssystem white supremacy - der Glaube daran, dass weiße Menschen, Menschen of color überlegen seien. White supremacy konnte Mord, Versklavung und Diebstahl legitimieren.

5/9 Nicht nur die Überlegenheit ist sozial konstruiert, sondern auch die ihr zugrundeliegende Annahme von Rassen. Menschen of color mussten erst rassifiziert werden, um die Einteilung in mehr oder weniger wertig zu ermöglichen.

6/9 Kolonialismus ist nicht nur ein zu wenig beschriebenes Kapitel im Geschichtbuch sondern bildet immer noch die Basis für die gesellschaftlichen Strukturen. Noch immer wird anhand von Rassifizierung der Wert von Menschen eingeteteilt.

7/9 Noch immer basiert Wohlstand im Globalen Norden auf den Ressourcen des Globalen Südens.
Noch immer verursachen Grenzen, die die Kolonialisierenden zu ihrem Profit gezogen haben Konflikte und Kriege.

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8/9 Der heutige Rassismus und die Verbrechen an den EU-Außengrenzen sind nicht zu trennen von den kolonialen Kontinuitäten.
Koloniale Kontinutitäten verursachen nicht nur Flucht, sondern auch sorgen auch dafür, dass Zuflucht verwehrt wird.

9/9 Es war nie gewollt, dass diese Menschen nach Europa kommen und an dem Wohlstand teilhaben, der auf ihren Rücken generiert wurde.
Deswegen gibt es Calais. Deswegen gibt es Moria. Deswegen gibt es Lipa.

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