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In Diskussionen über die wird immer wieder das Argument benutzt, man müsse erst das Problem der lösen, dann ergäbe sich das mit der Lösung der Klimakrise schon von alleine. Wir schauen uns das hier mal genauer an. 👇

Ein
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Spoiler: Selbst wenn man diesen inhumanen (und in letzter Konsequenz meist rassistisch gemeinten) Ansatz sachlich betrachtet, bleibt das Fazit eindeutig. 💯
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Besonders auffällig waren 2019 in diesem Zusammenhang rassistische Äußerungen des damaligen -Boss` Tönnies und des FDP-Politikers Kubicki. Beide nutzten in anderen Ländern als Argument gegen Klimaschutzmaßnahmen in Deutschland.
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spiegel.de/wirtschaft/unterneh

Jetzt ist es nicht besonders verwunderlich, dass die FDP jeden kleinen Strohhalm nutzt, um Desinformationen über Klimaschutz zu verbreiten. 🤡 Da es jedoch immer „die anderen“ (meist im globalen Süden) sind, die zu viele sind, ist das Thema rassistisch aufgeladen.
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Konsequenterweise ist das Thema dann auch Bestandteil rechter Ideologien. Der Attentäter, der 2019 im neuseel. Christchurch 51 Menschen erschoss, schrieb bspw. in seinem Manifest, dass er durch die Lösung der Überbevölkerung die Umwelt schützen wolle. opendemocracy.net/en/counterin
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Aber auch deutsche Rechtsextremisten in Parteien wie der AfD und "Der dritte Weg" haben Überbevölkerung als Ursache der Klimakrise ausgemacht (und Bevölkerungsreduktion dann als Lösung).
(An dieser Stelle verzichten wir mal auf Links, um denen keine Reichweite zu geben...🤮)
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Doch was sagt die Wissenschaft zu dem Thema? Verhindert Bevölkerungswachstum tatsächlich effektiven Klimaschutz? Und wie stark wächst die Weltbevölkerung überhaupt? 🤔

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Der Konsum der Industriegesellschaften ist wesentlich CO2-intensiver als der ärmerer Länder. Verursachen die reichen Länder die Erderhitzung, so haben vor allem die armen darunter zu leiden. Das Problem ist also Überkonsum und nicht Überbevölkerung!

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kontrast.at/co2-ausstoss-verur

Sehr arme Länder sind meist sehr geburtenstark. Ein:e US-Amerikaner:in verursacht einer Studie zufolge so viel CO2 wie über 500 Einwohner:innen des Landes Burundi. Ein:e Deutsche:r verursacht fast 360 mal so viel wie ein:e Burundi.
christianaid.org.uk/sites/defa
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All diese Pro-Kopf-Zahlen dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hier um ein systemisches Problem handelt. Unsere wachstumsbasierte und von fossilen Energien abhängige Wirtschaftsweise ist der größte Treiber der Klimakrise.
theguardian.com/sustainable-bu
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Daher muss man auch immer - und wirklich immer - die historische Dimension der CO2-Emissionen betrachten.

👉Falls mal wieder jemand behauptet, Dtl. verursache ja "nur" 2% der globalen CO2-Emissionen.....

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Aber auch, wenn man von Klimafragen absieht, stimmt die These vom explodierenden Bevölkerungswachstums schon lange nicht mehr. Vielmehr ist es so, dass das weltweite Bevölkerungswachstum abflaut. Familien bekommen bereits jetzt weniger Kinder.
gapminder.org/answers/how-did-
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Es wird erwartet, dass wir 2100 eine Geburtenrate um die 2 haben. Diese Rate wird auch „Replacement-fertility rate“ genannt. Jede Generation ist so in der Lage, sich zahlenmäßig exakt zu reproduzieren. DIES ist das Szenario, auf das wir zusteuern.
origin.searo.who.int/entity/he
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🚨 Gründe, warum Frauen weniger Kinder bekommen, sind übrigens: bessere Bildung für Frauen, eine Verbesserung beim Zugang zu Verhütungsmitteln und mehr Frauen in der Arbeitswelt.
bbc.com/news/health-53409521
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FAZIT - es gibt (mindestens) drei Wahrheiten:

1⃣ Der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß ist weltweit sehr ungleich verteilt: Die Reichsten verursachen überproportional viel CO2. Bezieht man die historischen Emissionen mit ein, sieht es noch dramatischer aus.

2⃣ Mit steigendem Wohlstand steigt zwar der CO2-Ausstoß pro Kopf, gleichzeitig sinkt aber die Geburtenrate, wenn Frauen bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen haben. Dies ist weltweit zu beobachten. Daher gibt es kein ungebremstes weltweites Bevölkerungswachstum.

3⃣ Neben den notwendigen drastischen CO2-Reduktionen in den Instrustrienationen muss man also dafür sorgen, dass aufstrebende Volkswirtschaften direkt den Sprung zum nachhaltigen Wirtschaften schaffen (ohne die fossile Phase).

FAZIT des FAZITS 😇

Vergesst das "Argument", und d. angebliche hingen voneinander ab oder bedingen sich. Diese Argumentation ist sachlich falsch und lediglich der Versuch, sich der histor. Verantwortung zu entziehen und Rassismus zu legitimieren. 👎

@koalakollektiv
Zu dem Thema gibt es ein gutes Kurzgesagt Video youtu.be/QsBT5EQt348 (englisch)

Erklärt sehr gut das Thema aber noch ohne Fokus auf klimawandel

@koalakollektiv Vermutlich bin ich gebiased weils von meinem Prof geschrieben wurde. Der Thread lässt mich vermuten, dass es wenig neues für dich sein wird. Aber ich finde die Perspektive und das sehr analytische Vorgehen darin dennoch spannend.

Ich dachte nur daran, weil der Author dort ebenfalls sehr stark mit dem Begriff "globaler Süden" arbeitet und es mit zur Popularisierung dessen beitrug.

@koalakollektiv Ich wurde noch 2 Argumenten zufügen.

1. Die Klimawende sollte in 2050 abgeschlossen sein. 30 Jahren ist sehr wenig Zeit für eine Änderung der Zahl der Menschen die etwa 80 Jahren leben.

2. Im Ende müssen wir kein CO2 mehr produzieren. Null mal jede Bevölkungszahl ist Null. Irgendwann sind vielleicht die besten Stellen für Sonne oder Wind bereits besetzt, aber in erster Ordnung ist Null mal X einfach Null.

@VictorVenema
Kein CO2 mehr zu produzieren, wäre eigentlich gar nicht nötig. Die Natur kann schließlich gewisse Emissionsmengen aufnehmen. Allerdings sind wir so weit, dass die natürlichen Mechanismen schon zu lange überreizt wurden. Jetzt wäre das stabile Gleichgewicht bei einer Nettonull unangenehm, aber mit Glück und Entschlossenheit noch handhabbar. Schöner wäre es natürlich, das fossile CO2 schnellstmöglich wieder loszuwerden. 😐
@koalakollektiv

@pascal @koalakollektiv Ozeane und Vegetation nehmen zusammen am Moment etwa die Hälfte der Emissionen auf. Aber, dass ist weil die Konzentration ansteigt.

Bevor wir CO2 produzierten waren die Produktion und Aufnahme der Natur etwa in Gleichgewicht. Wenn man nur die CO2 Konzentration stabilisieren möchte, wieder im Gleichgewicht sein möchte, könnten wir nur ein Paar Prozent der heutigen Emissionen ausstoßen. Praktisch 0. Deswegen gibt es auch diese Ziele in Jahr X Netto 0 CO2 zu produzieren.

@koalakollektiv Am Ende ist das nur Whataboutism. Ja, es gibt noch mehr Krisen auf der Welt. Trotzdem drängt die Klimakrise mit Gewalt in den Vordergrund.

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